Spielberichte

 

 

Handball – Verbandsliga - Männer:

 

Chemnitzer HC  gegen  VfB Blau-Gelb 21 Flöha  29:20 (13:13)

 

 

 


Chemnitz. Dieses Match war für Statistik-Fetischisten ein fetter Happen. Dabei überraschte die Kenner der Materie weniger der Fakt, dass der VfB Flöha beim selbsternannten Aufstiegsaspiranten Chemnitzer HC 20:29(13:13) verlor und dadurch mit 8:4 Punkten auf den fünften Tabellenplatz abrutschte.

Auch die erste Halbzeit, in der sich beide Seiten zwar weitab vom Handball-Olymp bewegten, aber dafür soliden Männersport ablieferten, riß noch niemanden wirklich vom Sessel. Doch spätestes nach Wiederanpfiff nahm die Begegnung einen Verlauf, über den nicht so schnell der Mantel des Schweigens gehängt werden dürfte.

 

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Der erste Rekord wurde auf den Zuschauerrängen aufgestellt. Dank der zahlen- und phonstarken Flöhaer Fraktion, es dürften knapp 100 Fans des VfB dabei gewesen sein, bekam der Kassenwart des Chemnitzer HC beim Zählen der Einnahmen ein völlig neues Gefühl vermittelt. Erstmals dürfte er Tickets von so vielen Zuschauer bei einem Heimspiel abgerechnet haben. Auch die 100%-ige Siebenmeterquote der Gäste war bisher kaum in den Statistiken des mitteleuropäischen Handballs verzeichnet.

Es ist in den Geschichtsbüchern des VfB nicht überliefert, dass ein Männerteam in einem pflichtspiel auf Landesebene nicht einen Strafwurf verwandeln konnte. Dies schaffte die Mannschaft von Trainer Frank Meinhold gegen Chemnitz.

 

Dabei begann alles vielversprechend. Steve Böttger brachte die Blau-Gelben 3:1 in Front (4.Minute), dann vergab Flöha bereits die ersten zwei Strafwürfe. Chemnitz, mit vier tschechischen Spielern bestückt, riß auf dem Parkett keinesfalls Bäume aus, zog durch die Unzulänglichkeiten im Flöhaer Spiel aber auf 5:3 nach vorn (12.) und baute den Vorteil auf 8:5 aus (20.). Die Gäste blieben jedoch dran(9:9/25.) und schafften kurz vor dem Pausenpfiff durch Robert Boos das13:13.

Schon jetzt sollte gegen den Lieferanten des Flöhaer Pausengetränks vorsorglich ein Verfahren beantragt werden, denn nach der Erfrischung entglitt dem VfB die Partie völlig. Frank Riedel reihte sich zunächst nahtlos in die Gilde der Siebenmeterschützen ein und scheiterte am sehr guten Chemnitzer Torwart. Nachdem Felix Richter noch ein Lebenszeichen zum 14:16 (35.) absendete, bot die Meinhold- Sieben nun20 Minuten, für dessen Qualität es in der Sportwelt bisher gar keine Beschreibung gab.

 

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Es sollte bis zur 50. Minute dauern, bis Flöha den 15. Treffer markierte. Torwart Ronny Butze kassierte zwei Zeitstrafen, weil die Schiedsrichter seine Referate als nicht regeltauglich bewerteten. Außerdem stellten die Blau-Gelben den Wettkampfbetrieb für kurze Zeit völlig ein, weil sie sich vom Schiedsrichtergespann verschaukelt fühlten. Den beiden Referees an diesem Tag eine tadelsfreie Spielleitung zu bescheinigen, wäre ebenso realitätsfern, wie die Pleite an den Pfeifenmännern festzumachen. "Es war schon mysteriös, was gepfiffen wurde.

 

Irgendwann schaukelte sich alles hoch und wir hatten die eigenen Emotionen vorübergehend nicht mehr im Griff. Aber wir müssen uns an die eigene Nase fassen", wertete Meinhold, als einige Zeit nach Abpfiff etwas Dampf aus dem Kessel war. "Im zweiten Durchgang stand der CHC in der Abwehr hervorragend, hat uns praktisch gar nicht mehr ins Spiel kommen lassen und im Angriff mit seinen Ausländern abgeschossen", wusste der Coach, warum seine Truppe Mitte der zweiten Halbzeit 14:21 hinten lag. Nachdem der Rückstand auf 10 Tore angewachsen war, (15:25/53.) besannen sich die Flöhaer Spieler, brachten diese Begegnung über die Runden und betrieben etwas Ergebniskosmetik.

 

"Wir werden die Partie kritisch auswerten aber auch alsbald abhaken", richtete VfB-Präsident Alexander Meyer den Blick nach vorn. Am kommenden Sonntag geht es zum nächsten Auswärtsspiel nach Zwenkau. Dafür haben sich die Blau-Gelben fest vorgenommen eine Leistung abzuliefern, die garantiert keinen Stoff für Sonderstatistiken liefert. (kbe)


Flöha: Butze, Seidel,Drechsler (5), Boos (2), Böttger (3), Diel (1), Friedrich, Schuster (2), F.Richter (4), Sabot, Riedel (3)

Siebenmeter : Chemnitz 2/1, Flöha 7/0

Strafminuten: Chemnitz 10 Flöha 12




 

Handball – Bezirksliga  mB-Jugend:

 

HV 90 Klingental  gegen SG Flöha/Frankenberg  17:29